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Astrologie - die älteste Wissenschaft der Welt ?
Der Ursprung der Astrologie reicht bis in die Uranfänge menschheitsgeschichtlicher Entwicklung zurück. Von den ältesten Zeiten her bis tief in das Mittelalter hinein waren Astronomie und Astrologie eng miteinander verbunden.
Vor mehr als viertausend Jahren lebten im Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris in Mesopotamien, die Chaldäer, die Babylonier und die Sumerer. Von dort breitete sich die Astrologie nach Ägypten, Griechenland, Indien und China aus.
Je mehr die Menschen begannen sich ihrer Selbst bewußt zu werden, desto mehr suchten sie ein Ordnungssystem an dem sie sich orientieren konnten. Die natürlichen Zyken von Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, sowie die Veränderungen der Natur im Wechsel der Zeit schien ein verlässliches System zu enthalten. Tag, Woche, Monat und das Jahr, mit seinen vier Jahreszeiten die sich aus dem längsten Tag, dem kürzesten Tag und den beiden Tagundnachtgleichen ergeben, bildeten die Grundlage des Kalenders.
Allein der Ackerbau machte einen Kalender notwendig, um die günstigste Zeit für Saat und Ernte zu berechnen. Insbesondere die Umlaufzeiten von Sonne und Mond wurden entscheidend für unsere noch heute gültige Zeitrechnung.
Der Astronom beobachtete die Erscheinungen der Gestirne am Himmel, erforschte ihre scheinbaren und wahren Bewegungen, ihre Größe, Entfernung und physischen Eigenschaften. Er war gleichzeitig Astrologe, denn er sagte aus dem Verlauf und der Stellung der Gestirne das Zukünftige der Menschen voraus. Gemäß dem hermetischen Prinzip: "wie oben, so unten" begann man die regelmäßig Wiederkehrenden Gestirnsverläufe als ein Abbild von irischen Ereignissen zu erkennen. Man beobachtet genau was sich auf der Erde und bei dem einzelnen Menschen unter bestimmten Sternenkostellation zu trug. So lernte der Astronom und Astrologe Ereigisse im vorraus zuberechnen.
Ursprünglich umfasste die Astrologie alle Lebensbereiche: Wissenschaft, Religion und Medizin, die Lebensverläufe von allen Lebewesen. Die Erdenwelt wurde als Einheit gesehen die von der Bewegung der Gestirne abhing. Sie ist erwiesenermaßen die älteste Wissenschaft. Die ältesten Weisen übten sie praktisch aus und verbanden sie eng mit religiösem Kultus.
Zwischen 1450 und 1650 wurden an vielen namhaften Universitäten, wie Padua, Bolongan,Paris, Oxford, Lehrstühle für Astrologie eingerichtet.
Von frühesten Zeiten an bis ca zum Ende des 17.Jahrhunderts waren Astronomie und Astrologie eng miteinander verbunden. Die Schwerpunkte lagen jedoch auf ganz unterschiedlichen Ebenen. Astronomie wurde mathematisch verstanden und Astrologie wurde philosophisch betrachtet. So war der bedeutenste Astronom seiner Zeit Johannes Kepler (1571 - 1630) auch überzeugter Astrologe.
Durch den Rationalismus (1596-1650) mit seinem mechanistischen Weltbild wurde die Astrologie in die Ecke des Aberglaubens gedrängt.
Erst im späten 19.Jahrhundert - ausgehend von Großbritanien- wurde die Astrologie mit ihrem Wissenschatz wieder entdeckt und kam zu Beginn des 20. Jh. auch im deutschsprachigen Raum wieder zur Geltung. Im Zusammenhang mit dem 2.ten Weltkrieg wurde viel an Wissen beschlagnahmt und vernichtet.
Astrologie verköpert ein Wissenssystem - ist eine durch Jahrtausende lange Beobachtungen empirisch gewachsene Lehre. Astronomisches Wissen wird symbolisch umgesetzt und durch eine eigene Bildsprache verdeutlicht.
Für alle Lebewesen, Dinge oder Ereignisse, für die ein genauer Anfangszeitpunkt bekannt ist kann ein Horoskop erstellt und interpretiert werden: Für Menschen, Tiere, Lebensereignissen, Firmengründungen, persönliche oder globale Ereignisse usw..